Radiologische Praxis
Priv. - Doz. Dr. med. Christine Richter
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Indikationen MRT / CT im Vergleich
Schädel | MRT | CT |
- Demyelinisierende Erkrankungen (MS)
- Degenerative Hirnerkrankungen (Alzheimer, Mikroangiopathien)
- Raumforderungen an bestimmten Stellen, die im CT nicht so gut einsehbar sind, z.B.:
- Hirnstammprozess besser mit MRT (z.B. Gliome, Infarkte, Teleangiektasien)
- Weichteiltumoren Schädelbasis (z:B: Glomus Jugulare-TM)
- Akustikusneurinome (besonders intrameatale besser mit MRT als CT)
- Trigeminusneuralgie (Gefäßanomalie, Neurinom)
- Hypophysen-TM (Mikroadenome oft nur mit MRT erfassbar)
- Orbitaprozesse (TM, endokrine Orbitopathie, Pseudo-TM orbitae)
- Entzündliche Erkrankungen (Encephalitis)
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- Akutdiagnostik (VD auf SAB, Blutung, Infarkt, Sinusvenenthrombose), falls negativ, dann MRT anschließen
- knöcherne Verletzungen, alle Frakturen, sensitiver als Rö.bild
- TM der Schädelbasis, bei denen man knöcherne Destruktionen erwartet (z.B. Cholesteatom)
- Befunde, die mit Verkalkung einhergehen (z.B. M.Fahr, intracran.TBC, Toxoplasmoseverk., verkalkte Meningeome)
- NNH-Diagnostik
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Beide Methoden möglich, aber MRT oft sensitiver
- Tumore, Metastasen
- Aneurysma
- Gefäßmalformation
- Sinusvenenthrombose
- Z.n.älterem Trauma-subdurale Hygrome
- Verifizierung des Hydrocephalus
- Connatale Missbildungen
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Halsweichteile
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Beide Methoden möglich, MRT bringt oft höheren Weichteilkontrast
- Tumoren der Speicheldrüsen
- Epi-, Oro-, und Hypopharynx-TM Staging
- Nebenschilddrüsenadenomsuche
- Lymphomdiagnostik
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Wirbelsäule | MRT | CT |
- Intraspinale Tumore, Angiome Syringomyelie, Myelopathie
- Postoperative WS-Diagnostik (DD.:Rezidivvorfall, Narbe)
- Ossäre Metastasen
- Spondylodiscitis (intra- bzw paravertebrale Ausdehnung)
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- Wirbelfraktur, Stabilitätsdiagnostik
- andere knöcherne Veränderungen
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Beide Methoden möglich
Bandscheibenvorfall, aber MRT sensitiver bei:
- HWS und BWS
- auch für kleine sequestrierte Vorfälle oder intraforaminale Vorfälle
- bei nicht eindeutiger klinischer Höhenlokalisation (Pseudoradikulärsyndrom)
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Osteodensitometrie | MRT | CT |
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- Knochendichtemessung
- Kassenleistung nur bei Fraktur ohne Trauma und gleichzeitigem Verdacht auf Osteoporose
- Selbstzahler - Leistung bei VD auf Osteoporose ohne Fraktur
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Gelenke | MRT | CT |
- Beurteilung von Weichteilstrukturen - Bänder, Menisci, Knorpel, Sehnen
- Traumatische Schäden (Band-, Meniscus- oder Knorpelschaden)
- Osteochondrosis dissec., freie Gelenkkörper
- asept. Nekrosen, Vorstufen von Nekrosen – transiente Osteoporose
- Röntgenologisch okkulte Frakturen, Vorstufen von Frakturen – Knochenödem „bone bruise“
- Entzündliche Erkrankungen (Arthritis)
- Knochentumoren
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- Beurteilung knöcherner Strukturen
- Frakturen, Stellungskontrolle, Fragmentdislokationen
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Thorax | MRT | CT |
- Thoraxwandnahe Prozesse (z.B. Pleuramesotheliom)
- Beurteilung des Mediastinums (Lymphome)
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- Abklärung von unklaren Herdbefunden im Röntgenthorax
- Tumorverdacht, Metastasen
- VD auf gefäßerkrankungen
- Lungenarterienembolie
- Aortenaneurysma
- Lungengerüsterkrankungen (z.B. Sarkoidose, Asbestose, Fibrose)
- Entzündliche Veränderungen (Abszeß, Empyem)
- Traumatische Veränderungen (Lungenkontusion, Pneumo-/Hämatothorax)
- Missbildungen (Sequestration, Bronchiektasen)
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Bei der Thoraxuntersuchung sollte zunächst das CT durchgeführt werden, MRT nur für Spezialfälle, alle intrapulmonalen Strukturen sind besser im CT sichtbar
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Mamma | MRT | CT |
- Kassenleistung
- Ausschluß eines Rezidivs bei Zustand nach Mamma-CA
- CUP (Primärtumorsuche in der Mamma bei positivem axillärem LK)
- Weitere mögliche Indikatoren:
- Ausschluß Multifokalität
- Kontrolle Chemotherapieerfolg
- Unklare Befunde im Mammogramm und Sonogramm
- Prothesendiagnostik
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keine |
Abdomen | MRT | CT |
- Im CT unklare Befunde, z.B.
- Differenzierung von Leberläsionen, die im CT unklar bleiben
- MRCP – Darstellung der Gallen- und Pankreas- Wege
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- Leber- und Pankreasdiagnostik (Entzündungen, TM)
- Nieren- und Nebennieren- Diagnostik
- Staging von TM, Lymphomdiagnostik, Verlaufskontrolle
- Aortendissektion/ruptur
- Abdominales Trauma
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Bei der Abdomenuntersuchung sollte zunächst das CT durchgeführt werden, schnelle Abklärung der meisten Fragestellungen
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Becken | MRT | CT |
- Rezidivdiagnostik kleines Becken (Rectum-CA, Rezidive von gynäkol. und urolog. TM)
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Beide Methoden möglich, aber MRT hat oft besseren Weichteilkontrast
- Staging von Tumoren, Lymphomdiagnostik, Verlaufskontrollen
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Gefäßdiagnostik | MRT | CT |
- Arterielle Kopf-Angio bei Frage Aneurysma, av-Malformation, Stenosen, Okklusionen
- Angio extracranielle Halsarterien (Erstdiagnostik: Duplexsonographie)
- Nierenangio bei Frage Nierenarterienstenose
- Venöse Kopf-Angio bei Frage Sinusvenenthrombose
- Beckenvenen oder Cavathrombosen
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- CT prinzipiell auch bei allen Fragestellungen möglich, im Kopf-Hals-bereich aufwendiger durch Knochensubtraktion.
- Schnelle Methode bei:
- Aortenaneurysma
- Aortenisthmusstenose
- Aortenbogenanomalien
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Kontraindikationen | MRT | CT |
- Herzschrittmacher
- Einige Aneurysmaclips (Ausweis? MR-compatibel?)
- Einige Innenohrimplatate (z.B. Edelstahlhaltige Cochleaimpl.)
- Eisenhaltige Splitter in „gefährdeten Organen“, z.B. Auge, Lunge, Herz, Gehirn
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- Schwangerschaft, Nutzen-Risiko genau abwägen
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keine Kontraindikationen | MRT | CT |
- Moderne nicht ferromagnetische Endoprothesen bzw. Osteosynthesen
- Z.n. Bypass-OP oder Stenting der Coronar- oder anderer Arterien
- Fast alle Herzklappenimplantate (Ausweis? MR-compatibel)
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